Nun ist es doch tatsächlich schon wieder November und das Jahr neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu. Auch wenn einen die Supermärkte schon seit August versuchen Lebkuchen und Zimtsterne zu kaufen, muss ich voller Stolz zugeben, dass ich hart geblieben bin. Weihnachtsgebäck kommt bei mir nur zu Weihnachten auf den Tisch. So wie es der Name eben schon sagt.
Wobei ich gestehen muss, dass es durchaus eine Ausnahme gäbe. Der Kuchen, den ich heute für Euch gebacken hab, ist für mein persönliches Weihnachtsgebäck Highlight of all times. Ja, diesen Kuchen könnte ich theoretisch das ganze Jahr über verputzen. Doch ich gebe mich dem Verlangen nicht hin und warte auf die Weihnachtszeit. Denn Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Vermutlich habt Ihr es gleich erkannt. Mein alltime favourite ist: Tadaaaaaa! Der Baumkuchen. Ich glaube es war im Frühjahr des vorletzten Jahres, als ich Euch meine Baumkuchen Petit Fours gezeigt habe. Ja ok, ich sagte was von Vorfreude und so. Aber damals überkam es mich einfach und manchmal muss man seinen Begehren auch mal nachgeben.
Wann man traditionell mit der Weihnachtsbäckerei anfängt, ist wohl jedem selbst überlassen. Die Industrie beginnt vermutlich schon zu Ostern mit der Weihnachtsproduktion. Ich finde der November ist ein guter Monat, um mit der Zubereitung von köstlichen Weihnachtsplätzchen und herrlich duftenden Lebkuchen zu beginnen. In kleinen und großen Keksdosen können die Leckereien dann noch ein wenig ziehen und schmecken dann in der Adventszeit nochmal so gut. Bei den meisten Gebäcken ist es jedenfalls so. Wenn sie denn so lange in der Dose überleben.
Klingt wahrscheinlich total daneben aber ein Indikator mit der Weihnachtsbäckerei zu beginnen, ist wenn es bei Tchibo die Aktionswoche zur Weihnachtsbäckerei* gibt. Dann scharre ich schon mit den Hufen, bin neugierig, was es dieses Jahr zu kaufen gibt und es kribbelt mich, denn die Produkte schreien förmlich danach in meinem Einkaufskorb zu landen. Im vergangenen Jahr habe ich in einer Tchibo Silikonform ein kleines Winterwunderland gebacken und dekoriert. Zwei Tage habe ich verziert, gepudert und drapiert, bis mir das Dorf gefiel.
Als mich Tchibo fragte, ob ich wieder beim Weihnachtsbacken dabei bin, habe ich natürlich nicht zweimal überlegt. Hallo? Ich bin ein Tchibo Backprodukte Addict, das versteht sich doch von selbst. Und dieses Jahr gibt es wieder ganz tolle Produkte*.Ob nun die Ausstecher für Linzer Kekse, die Schokokeks Schablonen, Kekstempel, Gebäckdosen oder Geschirrhandtücher, ich könnte mich kaum entscheiden. Da ist „schwuppdiwupp“ fast alles im Körbchen gelandet. Handtücher braucht man sowieso immer und Keks-Ausstecher kann man auch nie genug haben. Oder? Auch wenn man sie doppelt und dreifach hat. Wirklich! Braucht man!
Für meinen Baumkuchen habe ich im Vorfeld die Eiskristall Silikonform* bekommen. Kaum ausgepackt, habe ich mich sofort in die Küche begeben. Ich hatte diese Idee und war ganz gespannt, ob sie sich mit der Form umsetzen lassen würde. Und ich kann Euch sagen: Ja, es ging. Sogar besser, als ich es mir hätte erträumen können.
Ein Teig mit Amaretto und Marzipan verfeinert, Schicht für Schicht gebacken, von Vollmilchschokolade umhüllt, versehen mit einem Hauch Goldstaub.
Hach, das lässt das Herz doch höher schlagen. Vollmilch? Aber wieso Vollmilch? Ja, eigentlich bin ich doch ein Fan der dunklen Schokolade. Bei Baumkuchen auf jeden Fall. Aber diesmal wollte ich es einfach mal mit der hellen Schokolade ausprobieren. Die dunkle bleibt zwar trotzdem weiterhin mein Favorit, aber diese Variante ist auch sehr lecker.
Die Teigmenge ist übrigens genau abgestimmt auf die Eiskristall-Form.
Alles was Ihr dafür braucht:
250g weiche Butter
250g Zucker
1 Pck Vanillezucker (Vanille, nicht Vanillin)
6 Eier Größe M
150g Mehl
100g Speisestärke (Maisstärke)
3 TL Backpulver
100g Marzipanrohmasse
3 EL Amaretto
1 Fläschchen Bittermandel Aroma
150g Vollmilch Kuchenglasur
Neutrales Speiseöl zum Fetten der Form
essbares Goldpuder
- Zu allererst trennt Ihr die Eier. Stellt den Backofen auf die erste Grillstufe und eine Temperatur von 230 Grad ein.
- Nehmt von den 250g Zucker etwa 3 Esslöffel Zucker ab und stellt diesen beiseite.
- Gebt die Butter mit Zucker, Vanillezucker, Eigelb und Bittermandel Aroma in eine Rührschüssel und schlagt die Masse mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine luftig auf. Dabei könnt Ihr Euch ruhig Zeit lassen. Je mehr Luft in die Masse kommt, desto fluffiger wird der Teig.
- Gebt die Marzipanrohmasse zusammen mit dem Amaretto in einen kleinen Topf und erwärmt das Marzipan unter Rühren auf schwacher Hitze, bis sich der Likör und die Rohmasse verbunden haben. Das dauert ein Weilchen. Habt Geduld und vergesst das ständige Rühren nicht, sonst brennt die süße Marzipanmasse an.
- Gebt das Marzipan nun zum Teig und rührt es gründlich unter.
- Mischt Mehl, Speisestärke und Backpulver in einer separaten Schüssel und rührt es nach und nach unter den Teig.
- Nun schlagt Ihr das Eiweiß mit den 3 Esslöffeln zurückbehaltenen Zucker sehr steif. Bis es schnittfest ist. Ich hab das Eiweiß ziemlich lange in der Küchenmaschine schlagen lassen. Ich sag Euch, es war ziemlich fest.
- Zu guter Letzt, hebt Ihr den Eischnee unter den Teig.
- Der Teig wird nun nach und nach in der Form gebacken. Dazu fettet Ihr die Form hauchdünn mit etwas neutralem Speiseöl ein. Ich nehme Sonneblumen- oder Rapsöl.
- Ich habe die Vertiefungen der Form zunächst mit Hilfe eines Spritzbeutels befüllt und den Teig etwa 3 bis 4 Minuten auf dem zweituntersten Einschub des Backofens gebacken bis er goldgelb war. Dann habe ich die größeren Vertiefungen ebenfalls mit Hilfe des Spritzbeutels gefüllt. Wieder backen bis der Teig goldgelb ist.
- Wenn man erst einmal eine gerade Fläche hat, löffelt man immer wieder etwa 3 Esslöffel des Teiges in die Form und verstreicht sie. So wird der Kuchen Schicht für Schicht gebacken. 3 Esslöffel Teig verstreichen, backen. 3 Esslöffel Teig verstreichen, backen. Und immer so weiter. Die einzelnen kompletten Schichten (nicht die Vertiefungen) haben bei mir etwa 5 – 5 1/2 Minuten gebraucht. Bleibt auf jeden Fall dabei und bewacht das Backrohr, denn jeder Ofen ist anders. Und es dauert nur Sekunden und der Kuchen ist verbrannt.
- Lasst den fertigen Kuchen gut auskühlen. Silikon sei Dank, läßt sich der Kuchen in abgekühlten Zustand vorsichtig und ohne Rückstände aus der Form lösen.
- Wenn der Kuchen komplett abgekühlt ist, schmelzt Ihr die Kuchenglasur über dem Wasserbad auf schwacher Hitze. Ihr könnt natürlich auch Kuvertüre nehmen, dann würde ich sie allerdings mit etwas Kokosfett vermischen, dann glänzt sie schöner.
- Mit einem Backpinsel bestreicht Ihr den Kuchen mit der flüssigen Schokolade.
- Zum Schluss könnt Ihr den Kuchen, wenn die Schokolade gehärtet ist, mit essbarem Goldpuder bestäuben.
Der Kuchen ist herrlich locker und luftig und duftet fein nach Marzipan. Oh, wie ich diesen Geruch doch liebe. Schaut Euch nur die feinen Schichten an. Ich bin ganz verliebt in diesen Kuchen. Ich würde sagen, fast zu schade zum Essen, wenn er nicht so lecker wäre.
Lust auf weitere weihnachtliche Rezepte? Auf dem Kuchenbäcker Blog findet Ihr unter „Seasonal“ auch eine Reihe von leckeren Weihnachtsrezepten. Auf der Tchibo Webseite könnt Ihr Euch auch noch weitere Inspirationen* holen.
Was sind Eure Lieblings-Backartikel in der Vorweihnachtszeit?
Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Tchibo. Das hatte jedoch keinen Einfluss auf meine persönliche Meinung und die ausgesprochenen Empfehlungen.
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