Frühstücksmuffins

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„Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelmann“. Das hat meine Oma früher immer gesagt, wobei diesen Spruch wahrscheinlich jeder kennt. Wie sieht es bei Euch aus am frühen Morgen? Seid Ihr Frühstücker oder gehört Ihr zu denen, die zur frühen Stunde noch keinen Bissen runterkriegen und nur schnell nach einer Tasse Kaffee greifen?

Ohne Frühstück kann ich morgens nicht das Haus verlassen. Aber ich muss gestehen, das war nicht immer so. Vor ein paar Jahren noch wäre es undenkbar gewesen, dass ich mir morgens Frühstück mache. Alles war minutiös getaktet. Schlafen so lange wie möglich. Kaffee, Dusche, Anziehen und dann ab auf die Arbeit. Zeit zum Essen wurde erst gar nicht eingeplant. Oftmals gab es dann mittags die erste Mahlzeit. Das war auch nie ein großes Problem, ich hatte gar keinen Hunger. Undenkbar, überhaupt etwas runterzubekommen.

Wenn heute der Wecker klingelt, macht sich auch direkt mein Magen bemerkbar, der danach lechzt, gefüttert zu werden. Das Frühstück auszulassen, nahezu unmöglich. Das bedeutet natürlich auch, dass der Wecker nun morgens etwas früher rappeln muss. Denn das Frühstück braucht seine Zeit. Ich brauche meine Zeit.

Ich gestehe, ich genieße es, morgens in aller Ruhe meine zwei Tassen Kaffee zu trinken und, man kann, nein muss sagen, zu zelebrieren. Dazu ein belegtes Brötchen, Müsli oder Brot mit Butter und selbstgemachter Konfitüre oder nem Scheibchen Käse. Ich liebe es zu trödeln und so etwas wie eine kleine Auszeit zu Beginn des Tages zu haben, bevor ich auf die Arbeit fahre. Kollegen und Freunde halten mich für verrückt, dass ich den Wecker anderthalb bis zwei Stunden früher stelle, nur um morgens in Ruhe und Gemütlichkeit in den Tag zu starten.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wie wahr. Und so habe ich mich daran gewöhnt, früher aufzustehen und auch zu frühstücken. In einer immer schneller tickenden Gesellschaft sind diese kleinen Auszeiten wichtig. Und ich starte auf diese Weise einfach viel entspannter in den Tag.

Abgesehen davon, ist Frühstücken absolut im Trend. Für den Corporate Blog der Ambiente habe ich einen Artikel über den Frühstückstrend geschrieben, der sich auf der größten Konsumgütermesse der Welt deutlich abzeichnete.

In Deutschland findet man vor allem Brötchen oder Brot auf dem Frühstückstisch, in England und Amerika geht es schon wesentlich deftiger zu. Mit Pancakes, Beaked Beans, Rührei und Speck. Frühstücksmuffins sind ebenso beliebt.

Und weil Frühstücksmuffins mittlerweile auch bei uns Einzug halten, habe ich heute ein paar für Euch gebacken. Frühstücksmuffins 02Ein gesunder Frühstückssnack, der ganz ohne Kristallzucker auskommt. Die Süße kommt allein aus Früchten, die getrocknet oder pürriert im Teig landen.

Für etwa 14 Stück braucht Ihr:

2 Eier Größe M

150g Naturjoghurt

50ml neutrales Speiseöl (z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl)

1/2 Apfel (etwa 100g entkernt und geschält)

1 reife Banane

4 EL Honig

1 TL Vanilleextrakt (oder 1 Pck Vanillezucker)

200g Weizenmehl Typ 550

50g zarte Haferflocken

1 1/2 TL Backpulver

1 1/2 TL Natron

1 1/2 TL Zimt

1 Prise Salz

60g getrocknete Cranberries

1. Zunächst pürriert Ihr die Banane.

2. Entkernt und schält den Apfel und wiegt davon 100g ab. Dieser wird ebenfalls pürriert. Man könnte auch Apfelmus nehmen, ich wollte aber ganz bewusst auf Kristallzucker verzichten und habe deswegen des Apfel pur genommen und pürriert.

3. Gebt die Eier, den Joghurt, das Öl, pürrierte Banane und Apfel zusammen mit dem Honig und dem Vanilleextrakt in eine Schüssel und mixt alles gut durch.

4. In einer separaten Schüssel mischt Ihr die trockenen Zutaten, wie Mehl, Haferflocken, Backtriebmittel, Zimt und Salz. Mischt nun die getrockeneten Cranberries unter.

5. Schüttet die trockenen Zutaten zu den flüssigen und hebt sie mit einem Teigschaber unter, bis sich alles verbunden hat. Ihr könnt auch kurz mit dem Handmixer rühren, aber das sollte nicht zu lange sein.

6. Füllt den Teig in ein mit Papierförmchen ausgelegtes Muffinblech. Die Teigmenge reicht für etwa 14 Stück. Wenn Ihr die Papierförmchen weglasst und den Teig direkt in die Blechform gebt, bekommt Ihr genau zwölf Stück raus. Bei der Variante muss die Form natürlich grundlich eingefettet werden.

7. Bestreut den Teig mit ein paar Haferflocken.

8. Im vorgeheizten Backofen brauchen die Muffins bei 180 Grad Ober-/Unterhitze auf der mittleren Schiene etwa 20 – 25 Minuten.

9. Macht die Stäbchenprobe und lasst die fertigen Muffins kurz im Blech abkühlen, bevor Ihr sie zum vollständigen Erkalten auf ein Kuchengitter stellt. Frühstücksmuffins 01Die Frühstücksmuffins sind herrlich locker fluffig. Die Kombination aus Apfel, Banane, Zimt und den Cranberries ist darüber hinaus nicht nur lecker, sondern kann nur gesund sein. Vor allem ohne Kristallzucker.

Ich wünsche Euch einen schönen Mittwoch und morgen einen entspannten Feiertag

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6 Kommentare

  1. Hmmmmm, die Muffins sehen super lecker aus.

    Haferflocken sind eh so lecker, tolle Idee diese in Frühstücksmuffins zu verpacken.

    Lieben Gruß
    Anita

  2. Super Muffins! Haben der ganzen Familie sehr geschmeckt! Sehr zu empfehlen!!!!

  3. Das klingt sehr lecker!

    Welche Äpfel hast du genommen? Denkst du Granny Smiths würden auch gehen, da sie ja ehr säuerlich sind…

    und wie groß muss die Banane ca. sein?

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