Bake and the City – Earl Grey Muffins zur Teatime

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Die Engländer sind uns in einem Punkt voraus. Sie haben etwas, das wir in Deutschland nicht haben: Die Tea Time. Auch wenn sich Tee, abgesehen von den teeverrückten Nordlichtern, auch immer mehr Beliebtheit erfreut, so wird der Genuss des Heißgetränks nirdends so zelebriert wie in Queen Elizabeths Empire.

Pünktlich um 17.00 Uhr wird vielerorts in England der Teekessel bemüht. Man nimmt sich Zeit, lässt die Seele baumeln und genießt ein Tässchen oder auch zwei bei leckeren Scones, Sandwiches oder dem Klassiker Shortbread.

Ich bin ja, bekanntermaßen ein waschechter Coffee-holic, aber gegen eine gute Tasse Tee habe ich zwischendurch auch nichts einzuwenden. Trinken die Engländer ihren Tee gern mit einem Schuss Milch, bevorzuge ich die Variante mit einem Scheibchen Zitrone.

Kaffee macht mich wach und, bei Gott, ohne geht es nicht. Ich trinke wirklich viel davon. Tee hingegen, genieße ich gern in Ruhe. Ich nehme mir eine Auszeit, brühe mir einen Tee, lehne mich zurück und lasse die Seele baumeln.

Mein heutiger Beitrag in der Bake and the City Kolumne ist quasi eine kleine Hommage an Englands Tea-Time und meinen Lieblings Tee, den Earl Grey. Und weil ich, auch wenn der Muffin Monday bis zum nächsten Jahr mal aussetzen muss, nicht ganz auf die kleinen Küchlein verzichten kann und will, gibts heute Muffins mit einem ordentlichen Schuss Tee und einem Küchengewürz, welches man wohl eher nicht in einem Gebäck vermuten würde: Muskatnuss. earl grey muffins 3Wie Kaffee wird auch Tee nicht in heimischen Gefilden angebaut. Das mag wohl daran liegen, dass den Pflänzchen unser Klima nicht behagt. So müssen Bohnen (für Kaffee) und Blätter (für den Tee) aus fernen Ländern importiert werden. Leider stehen beide Heißgetränke gleichermaßen in der Kritik, weil den Bauern vor Ort selten ein fairer Preis für ihre Ernten gezahlt werden. Die Großhändler sind in der Regel diejenigen, die das größte Stück vom Kuchen abbekommen.

Harte Arbeit muss gerecht entlohnt werden, finde ich, und daher lege ich beim Einkauf nicht nur größten Wert auf Qualität, sondern auch auf fairen Handel. „Fairtrade“ ist das Stichwort. Glücklicherweise gibt es neben den großen Kaffee- und Tee-Imorteuren auch Manufakturen, denen es nicht nur rein um Profit geht, sondern die sich auch für die Bauern verantwortlich fühlen, von denen sie den Kaffee oder Tee direkt beziehen. So bin ich vor einiger Zeit auf Kultaroma aufmerksam geworden.

Weil Philipp und Hardy, die Gründer von Kultaroma meine Einstellung im Bezug auf Fairness und Nachhaltigkeit teilen, haben sie die Marke Kultaroma gegründet. Beiden ist es wichtig, dass die Kaffees und Tees sorgfältig ausgewählt werden. Nur die beste Qualität ist gut genug für die Kaffee- und Teespezialitäten, die sie dem Endverbraucher anbieten. Sie beziehen ihre Rohstoffe am Liebsten direkt von den Bauern und starten eigene Projekte für fairen Handel und Nachhaltigkeit. Es interessiert mich eben nicht nur, wo das Fleisch herkommt, welches ich esse, sondern auch was ich in flüssiger Form zu mir nehme. Daher unterstütze ich gern Projekte und Start ups wie dieses. earl grey muffins 2

Für 12 würzige Earl Grey Muffins braucht Ihr:

3 TL Earl Grey Tee

200ml Vollmilch

250g Mehl

100g Zucker

½ TL Salz

1 EL Backpulver

¼ TL Muskatnuss gerieben

2 TL Zitronenschale

1 Ei

50g Butter

1. Zunächst erhitzt Ihr die Milch in einem Topf, bis sie kurz vorm Kochen ist. Nehmt den Topf von der Herdplatte, gebt den Tee hinein und deckt den Topf mit einem Deckel ab. Lasst den den Tee für etwa 20 Minuten in der Milch ziehen. Die Milch verfärbt sich dabei leicht bräunlich und der Tee entfaltet sein ganzes Aroma.

2. Mehl, Zucker, Salz, Muskatnuss, Backpulver und Zitronenschale mischt Ihr in einer Schüssel.

3. Die Butter wird bei niedriger Temperatur geschmolzen. Die Milch gießt Ihr durch ein Tuch oder einen Teefilter, da die Blätter sollen nicht mit in den Teig kommen.

4. Die geschmolzene Butter gebt Ihr zusammen mit der Milch und dem Ei zu den trockenen Zutaten und rührt das Ganze mit einem Teigschaber um, bis sich alle Zutaten verbunden haben.

5. Diesmal habe ich keine Papierförmchen benutzt. Deshalb habe ich ein Muffinblech gebuttert und jede Mulde zu ¾ mit Teig gefüllt.

6. Die Muffins kommen nun bei 180 Grad Ober-/Unterhitze auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens und backen dort für etwa 20 Minuten bis sie goldbraun sind.

7. Bevor Ihr die Muffins vorsichtig aus der Form löst, lasst Ihr sie am besten etwas auskühlen. earl grey muffins 1Ganz hervorragend schmecken die Muffins übrigens mit Bitter-Orangen Marmelade. Oder wer mag, Lemon Curd ist auch sehr lecker.

 

Viel Spaß beim Nachbacken.

 

 

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6 Kommentare

  1. Mein Lieblingstee als Muffinzutat? Und als Empfehlung bittere Orangen-Marmelade? Ha, das passt super! Gerade letzet Woche habe ich mich geärgert, dass meine Marmelade so bitte geworden ist und Tee in Muffins zu verbacken habe ich auch noch nie gehört. Das muss ich dieses Wochenende unbedingt ausprobieren! 😀
    Liebe Grüße
    Kathleen

  2. Hört sich gut an. Nun bin ich nicht so der Schwarztee-Fan, aber ich stell mir die Muffins gerade mit Chai vor, ich glaube, das passt auch ganz gut. Und hat vielleicht so ein bischen was von Weihnachten 😉

    Liebe Grüße,
    Katharina

  3. Hab statt Earl Grey Pfefferminztee genommen, schmeckt absolut köstlich. Danke für das Rezept.

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