{Frohe Weihnachten} Ris a la mande

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Eine extrem gehaltvolle Leckerei, die bei uns zu Weihnachten auf keinen Fall fehlen darf ist Ris a la mande oder Risegrød, wie man in Dänemark sagt. Ein Milchreis mit reichlich Sahne, gehackten Mandeln und einer Kirschgrütze on Top.

In Dänemark steht diese Köstlichkeit an wenigstens einem Feiertag auf dem Tisch und seit meine Eltern 1999 nach Dänemark gezogen sind, haben wir diese Tradition übernommen. Ich finde Milchreis generell sehr lecker aber diese nordische Variante hat es mir besonders angetan.

So wird am ersten oder zweiten Weihnachtstag also Milchreis gekocht, Sahne geschlagen und eine Kirschgrütze zubereitet. Jeder langt kräftig zu, daher muss ordentlich viel davon gemacht werden, eine Portion jedoch muss unbedingt aufgehoben werden. Für die Julenissen, oder Weihnachtsnissen, die auf dem Dachboden oder im Stall leben. Sie sind kleine Wichtel oder Kobolde, die das Haus beschützen. Behandelt man sie nicht gut oder stellt ihnen keinen Reisbrei vor die Tür, so spielen sie einem Streiche oder verlassen im schlimmsten Fall sogar das Haus. Im vergangenen Jahr habe ich Julenissen aus Quark-Öl Teig gebacken.

Hier in Offenbach haben wir leider keine Nissen, den Schabernack treiben stattdessen die Nachbarn im Haus. Naja Schabernack kann man eigentlich nicht sagen, Rücksichtslosigkeit trifft es wohl eher. Auf dem Hof meiner Eltern in Dänemark sollen sie aber schon gesichtet worden sein und meine Neffen kümmern sich über die Weihnachtsfeiertage rührend um sie. ris a la mande 11Für etwa vier Portionen (naja eigentlich reicht das gerade für mich allein, hat man aber nicht so einen Reisbrei-Süchtel wie mich im Haus, langt das etwa für 4) braucht Ihr:

125g Milchreis

30g Zucker

1 Liter Vollmilch

500ml Sahne

100g gehackte Mandeln

1 Pck. Vanillepuddingpulver (Bourbon-Vanille)

1 Glas Schattenmorellen (oder Sauerkirschen)

ca. 200ml Wasser

1 ganze Mandel

Die Zubereitung:

1. Vermischt den Milchreis mit dem Zucker  und gebt ihn mit dem Liter Milch in einen ausreichend großen Topf. Bei mittlerer Wärmezufuhr kocht Ihr den Reis etwa eine Stunde lang bei stetigem Umrühren, bis die Milch nahezu vollständig verkocht ist. Rühren ist hier wichtig, sonst brennt Euch der Reis am Topfboden an. Der Reis muss vollständig auskühlen.

2. Gießt die Schattenmorellen ab und fangt den Saft in einer Schüssel auf. Füllt die Flüssigkeit mit Wasser auf, bis Ihr auf insgesamt 500ml kommt.

3. Nehmt zwei EL ab und rührt das Puddingpulver damit an.

4. Bringt den Saft zum kochen und gebt dann die angerührte Puddingmischung dazu. Unter Rühren einmal kurz aufkochen lassen. Dann gebt Ihr die Kirschen dazu. Die Grütze schmeckt sowohl warm als auch kalt. Wer mag kann noch etwas Zucker zum Puddingpulver zugeben. Je nachdem wie süß man es mag.

5. Nun schlagt Ihr die Sahne steif. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch Sahnefast zur Hilfe nehmen.

6. Rührt den erkalteten Milchreis (er wird quasi schnittfest) einmal kräftigt durch und hebt dann die geschlagene Sahne unter.

7. Zum Schluss rührt Ihr die gehackten Mandeln unter. Und: eine ganze Mandel. ris a la mande 8Eine ganze Mandel? Warum nur eine? Das ist auch eine süße Tradition aus dem hohen Norden. Im Reisbrei versteckt sich genau eine ganze Mandel und wer diese erwischt bekommt ein kleines Geschenk. Ein Mandel-Geschenk oder „Mandel-Gave“ auf Dänisch. Eine süße Idee und die Kids haben ihre wahre Freude daran. Und sind natürlich ganz heiß darauf die Mandel und das kleine Geschenk zu erwischen. ris a la mande 13Der Milchreis macht sich übrigens auch wunderbar als Schichtdessert. Und lässt sich so auch wunderbar für das abendliche Dessert vorbereiten. ris a la mande 6Ich wünsche Euch viel Spaß beim Nachmachen und schlemmen. Und allen Kalorienzählern sei gesagt: Weihnachten darf und muss genossen werden, denn „Weihnachten ist, wenn man viel frisst“. Hab ich gerade kürzlich erst auf einer Weihnachtskarte gelesen. Und wenn das schon auf ner Weihnachtskarte steht, dann ist da auch was dran.

Habt einen schönen zweiten Weihnachtstag!

 

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