Irgendwie war alles noch einfacher, als es noch keinen Hype um den Valentinstag gab. Vielleicht habe ich es auch einfach nur nicht so wahrgenommen aber ich bin mir sicher, dass der Valentinstag früher nicht den Stellenwert hatte, den er heute innehat. So stehe ich Jahr für Jahr vor dem Problem, was ich den Liebsten schenken soll. Eigentlich sollte man den Menschen, die einem am Herzen liegen immer wieder mal zeigen, was sie einem bedeuten, ohne dass es einen speziellen Tag dafür braucht, denn sie begleiten einen schließlich das ganze Jahr über.
Und doch lasse ich mich jedes Jahr aufs Neue dazu hinreißen mir irgendetwas zu überlegen und am 14. Februar zu verschenken. Wieder einmal ein Paradebeispiel meiner Inkonsequenz, die mich hin und wieder überkommt. 2015 habe ich mir fest vorgenommen nicht auf den letzten Drücker ins Geschäft zu rennen und irgendein Valentinstagspräsent zu kaufen, welches die Einzelhändler einem herzig dekoriert vor die Nase setzen. Diesmal habe ich mich für eine selbstgemachte Leckerei aus meiner Backstube entschieden. Ich verschenke Genuss, einen süßen Augenblick und zeige meinen Herzensmenschen, dass ich mir Zeit für sie genommen habe und kaufe keinen Killefit, wie meine Oma sagen würde, den sowieso niemand wirklich gebrauchen kann und der dann in irgendeiner Ecke als Staubfänger für sich hingammelt.
Also mache ich ein Geschenk, das von Herzen in Form von Herzen kommt. Süße Kuchenpralinen mit einem Hauch von Amaretto. 
Für den Rührkuchen braucht Ihr:
200g Butter
200g Zucker
4 Eier
300g Mehl
1 Prise Salz
2 TL Backpulver
100ml Milch
rote Lebensmittelfarbe*
Für die Kuchenpralinen braucht Ihr weiter:
Amaretto
200g weiße Kuvertüre
evtl. Zuckerdekor Herzen
1. Zunächst schlagt Ihr die weiche Butter mit dem Zucker cremig auf.
2. Rührt nacheinander die Eier unter.
3. Mischt das Mehl zusammen mit dem Backpulver und der Prise Salz in einer separaten Schüssel.
4. Rührt nun die Mehlmischen abwechseld mit der Milch unter den Teig.
5. Gebt nun die Lebensmittelfarbe* dazu und färbt den Teig rot ein. Ich habe dazu Gelfarben benutzt. Sie sind farbintensiver. Die Menge bestimmt Ihr selbst nach Geschmack. Wer es lieber heller und somit Pink mag, nimmt etwas weniger. Wenn es richtig rot sein soll, nehmt Ihr etwas mehr.
6. Fettet eine Kastenform und bestäubt sie mit etwas Mehl. Füllt den Teig hinein.
7. Im vorgeheizten Backofen braucht der rote Kuchen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 50-55 Minuten. Macht auf jeden Fall die Stäbchenprobe.
8. Lasst den Kuchen vollständig auskühlen. Schneller geht es auf einem Kuchenrost. Ich habe ein tolles stapelbares Kuchengitter*. Das eignet sich hervorragend. Und ist auch genial zum Backen von Muffins, weil man auf engem Raum mehr Platz hat, weil es eben stapelbar ist.
9. Wenn der Kuchen erkaltet ist, zerbröselt Ihr ihn in einer großen Schüssel. Gebt esslöffelweise Amaretto dazu und verknetet die Masse, bis Ihr etwa die Konsistenz eines Keksteigs habt. Eine genaue Menge anzugeben ist schwierig, deswegen macht es Sinn nach und nach Amaretto dazuzugeben, bis die richtige Konsistenz erreicht ist.
10. Ich habe zum Formen der Kuchenpralinen eine Herzform für Cakepops* benutzt. So bekommt Ihr eine schöne Form und es ist denkbar einfach. Wer so eine Form nicht zur Hand hat, kann aber auch einfach runde Kugeln formen.
11. Schmelzt die Kuvertüre auf dem Wasserbad und überzieht die Kuchenpralinen mit der weißen Schokolade. Ein kleines Herz aus Zucker* ist das I-Tüpfelchen auf der Kuchenpraline.
12. Auf einem Bogen Backpapier lasst Ihr die Schokolade festwerden.
13. In Cellophanbeutel verpackt oder dekorativ auf einer kleinen Etagere drapiert, machen die kuchigen Herzen einiges her. 
Viel Spaß beim Nachmachen.
Bevor ich Euch jetzt von dem tollen Nachmittag in München bei Emily und Michael berichte, erst einmal was Ihr für Cakepops braucht:
Aus der Cake Pop Masse wurden fleißig Kugeln oder Kegel geformt. Aus den Kegeln kann man zum Beispiel Nikolausmützen, Tannenbäumchen oder kleine Gruselgeister machen. Man kann aber auch spezielle Cake Pop Formen nehmen, um den Teig in die richtige Form zu bringen, wie es Emily hier demonstriert.
Nun bekommen die Kugeln und Kegel und Mini-Cupcakes ihre Stiele. Dafür schmelzt man Kuvertüre oder in unserem Fall sogenannte Candy Melts. Candy Melts sind Schokoladen Drops, die es in allen erdenklichen Farben zu kaufen gibt.
Wenn die Stiele fest sind, kann man dann auch schon mit dem Tauchen beginnen. Schnell eintauchen und wieder raus aus der Schokolade. Sonst fallen die Pops von den Stielen. Hier gab es wieder wertvolle Tipps. Zum Trocknen stellt man die Cake Pops in einen Halter, wer keinen hat, kann auch Styropor verwenden.
Wenn die Pops mit Schokolade überzogen sind, kann man sie nach herzenslust verzieren. Bei Emilys Cake Pops gibt es Unmengen an unterschiedlichen Streuseln und Zuckerdekor.
Den Halloween Geist macht man mit Hilfe von weißem Zuckerfondant. Dieses rollt man ganz dünn aus, sticht einen Kreis aus und legt das Fondant über einen mit Schokolade überzogenen Kegel Cake Pop. Die Augen malt man mit Hilfe eines Lebensmittelstiftes auf und das wars dann auch schon.
Michael, Emilys Mann ist auch ein Cake Pop Profi. Er demonstrierte, wie unterschiedlich man die kleinen Kuchen am Stiel verzieren kann und wenn man sich dann selbst versuchte, stand er mit Rat und Tat zur Seite.
Es war ein richtig toller Tag in München. Eigentlich war ich ziemlich erkältet, aber ich hätte mich schwarz geärgert, wenn ich mir das hätte entgehen lassen. Die selbstgemachten Cake Pops wurden dann noch liebevoll verpackt und konnten mit mir die Heimreise antreten. Die Schürzen gabs übrigens auch noch geschenkt.

















